Neuigkeiten
aus dem Bundesverband
Jahrestagung des Landesverbands Museumspädagogik Bayern e. V. in Kooperation mit der Dokumentation Obersalzberg und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Donnerstag 05.03.2026, 10-16 Uhr und Freitag 06.03.2026, 9:30-12:30 Uhr; Dokumentation Obersalzberg;
mit Mitgliederversammlung des LVMP Bayern e. V., 05.03.2026, 16:15-17:45 Uhr
In Zeiten, in denen demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck geraten, stehen Museen vor neuen Herausforderungen. Populistische Angriffe auf Bildungsarbeit, Geschichtsverzerrungen nicht nur in sozialen Medien und eine vielfach polarisierte Gesellschaft machen deutlich: Demokratiebildung ist aktueller und dringlicher denn je.
Museen sind Orte der Erinnerung, Räume des Dialogs, der Auseinandersetzung und auch der aktiven Verteidigung demokratischer Prinzipien.
Welche Vermittlungsformate öffnen Türen für kritisches Denken und gesellschaftliche Teilhabe? Wie tritt Bildungsarbeit undemokratischen Narrativen gegenüber?
Und wie reagieren wir professionell, wenn Anfeindungen unsere Arbeit direkt betreffen?
Die Tagung bietet Raum für Austausch und Vernetzung.
Programm am Donnerstag, 05.03.26
Vom FÜR-Sorgen und WI(E)DER-Sprechen (Dr. Dominique Hipp, Bundeszentrale für politische Bildung, Lernort Landshut)
Museen sehen sich unterschiedlichen Erwartungen gegenüber: Je nach Perspektive sollen sie neutral, sozial, divers, inklusiv, politisch, unpolitisch, populär, etc. sein. Was jedoch ist die Institution Museum längst, worin kann sie besser werden, wo sollte sie Erwartungen und Ansprüche zurückweisen, Grenzen setzen und was hat all das mit den akuten Herausforderungen unserer Demokratie zu tun? Eine Antwort könnte sein, dass Museen von Haus aus fürsorgende und soziale Orte sind und deshalb Orte der Demokratie sein können. Museumsteams sorgen sich um Objekte, aber auch um Menschen, deren Miteinander, Begegnungen und Auseinandersetzungen. Warum sich derzeit gerade im Bereich der Fürsorge und der Moderation eines zwischenmenschlichen Austauschs die Herausforderungen, das Potential wie auch die Grenzen von Museum offenbart, zeigt der Impuls auf.
Mehr als ein Gründungsort: Paulskirche - Haus der Demokratie denken (Birthe Pater & Philipp Sturm, Stabsstelle Entwicklung Paulskirche / Haus der Demokratie, Frankfurt am Main)
Wie kann der historische Ort der Nationalversammlung von 1848/49 zu einem zeitgemäßen Haus der Demokratie mit internationaler Strahlkraft werden? Und wie lässt sich an einem aufgeladenen historischen Ort Demokratie nicht nur erinnern, sondern auch kritisch befragen und neu verhandeln? Der Vortrag stellt die inhaltlichen und konzeptionellen Ziele des künftigen Hauses der Demokratie vor und gibt Einblick in den partizipativen Prozess von Wettbewerbsverfahren und Konzeptfindung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Demokratie als konfliktreicher, offener und lernender Prozess erfahrbar gemacht werden kann – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Stadt Frankfurt, das Land Hessen und die Bundesrepublik Deutschland möchten beim Haus der Demokratie und der Paulskirche zusammenarbeiten.
11:15-12:45 Uhr Einblick in die Praxis mit dem Bildungsreferat Dokumentation Obersalzberg: „Idyll und Verbrechen“- Ausstellungskonzeption am Täterort
An 5 ausgewählten Stationen werden inhaltliche und konzeptionelle Themen der Dauerausstellung gemeinsam diskutiert. Wie kann mit Propagandabildern und Objekten aus der NS-Zeit umgegangen werden? Wie erzählt man Opfergeschichten an einem Ort der Täter? Wie positioniert sich eine historische Ausstellung zur Gegenwart?
13-13:45 Uhr Mittagessen
13:45-14:45 Uhr Projekt-Parade mit Präsentationen aus der Praxis:
Programm am Freitag, 06.03.26
Anmeldung: bis 22. Februar 2026 an tagung.bayern@museumspaedagogik.org
Hinweise zur Anmeldung:
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Folgendes an:
Tagungsbeitrag: 30,- € für Mitglieder des BVMP/LVMP Bayern e. V.; 50,- € für Nichtmitglieder
inkl. Mittagessen und Getränke am 05.03.26, Kekse beim Ankommen und am Nachmittag
Rechnungen über die Teilnahmegebühr erhalten Sie nach Anmeldungsschluss am 22. Februar 2026. Wir bitten Sie um Begleichung bis 2. März 2026. Als Rechnungsanschrift verwenden wir die hinterlegten Adressen. Änderungen bitte bis 22. Februar mitteilen.
Storno: Stornierungen sind bis 22. Februar 2026 kostenfrei. Ab 27. Februar 2026 wird die vollständige Tagungsgebühr fällig – auch bei kurzfristiger Absage wegen Krankheit.
Anreise: Von Berchtesgaden kann der ÖPNV zur Anreise an die Dokumentation Obersalzberg genutzt werden. Die Tagung beginnt an beiden Tagen zeitlich abgestimmt auf den ÖPNV.
Unterstützt von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der
Dokumentation Obersalzberg